Tram di Opicina

Die Straßenbahn Opicina verbindet das Zentrum mit dem Karst mit einer uralten, fast eigensinnigen Bewegung. Sie startet in der Stadt, durchquert stille Stadtteile, klettert dann die Steigung mit ihrem historischen Zahnradsystem hoch. Es ist nicht nur ein Verkehrsmittel. Es ist ein buchstäblicher Aufstieg. Während die Straßenbahn steigt, entfernt sich das Meer und erweitert sich zugleich. Die Dächer werden zu einem Muster. Drinnen rahmen die Holzsitze und die breiten Fenster das regelmäßige Geräusch auf den Gleisen ein, das den Geist sofort in den Beginn des 20. Jahrhunderts versetzt. Man sitzt still, aber Blick und Fantasie arbeiten. In Opicina angekommen ist die Luft trockener. Der Karst öffnet den Raum. Die Wege beginnen kurz hinter der Haltestelle. Die Stadt bleibt sichtbar, aber fern. Triest ist auch das: Meer und Hochebene im selben Horizont.

