Sein Name erinnert an eine edle Dame, die aus einem kunstvoll verzierten Palazzo im Salento tritt. Hinter einem eleganten Fächer verbirgt sie einen Teil ihres Blickes, während ihr schwingender Rock sich sinnlich im Rhythmus der Taranta bewegt.

Schon sein Name trägt einen barocken Klang in sich: weiche, fließende Silben, die sich entfalten wie eine Blüte, die an warmen Sommernachmittagen sanft dahingleitet.

Genau wie der Amarant, das Sinnbild des Gartens, der uns umgibt. Mit ruhiger Gelassenheit wächst er langsam, rankt sich dorthin, wo er Platz findet, und trotzt der Hitze, wenn alles andere längst nachgibt. Sein Name bedeutete ursprünglich genau das: der Unvergängliche. Der, der bleibt.

Dies ist auch das Versprechen, das wir auf Ihren Teller bringen möchten: ein Geschmack, der nicht verblasst, sondern sanft nachklingt – auf dem Gaumen ebenso wie in der Erinnerung.

Unsere Küche

Von ihr übernimmt die Küche ihren Charakter: niemals laut, niemals auf Wirkung bedacht. Die Gerichte entfalten sich in Schichten, wie die Blütenblätter derselben Blume, und jede einzelne Zutat wird mit einer Sorgfalt behandelt, die beinahe einer zärtlichen Berührung gleicht. Der Geschmack offenbart sich nicht beim ersten Bissen: Er verweilt, kehrt zurück und lässt sich Schritt für Schritt entdecken.

Geleitet wird diese Küche von einer Hand, die das Mittelmeer wie eine Muttersprache kennt und keine laute Stimme braucht, um gehört zu werden. Chefkoch Pierpaolo Musto, Jahrgang 1987, stammt aus Kampanien – das Meer liegt ihm im Blut. Nach der Kochakademie des Gambero Rosso und Jahren zwischen Italien und Frankreich kehrt er immer wieder zu denselben Ursprüngen zurück: zu den Düften der Heimat, zur Erinnerung an das gemeinsame Genießen und zu einer beständigen Harmonie statt zu bloßen Kunststücken.

In seinen Gerichten tritt die Tradition des Salento in einen Dialog mit seinen eigenen Wurzeln, doch vor allem verneigt sie sich vor der Einzigartigkeit jeder einzelnen Zutat. Die Aromen entfalten sich nicht mit dem ersten Geschmack: Sie wachsen, werden langsam entdeckt, wie die Überraschungen, denen man in einem geheimen Garten begegnet.

Unser Menü
Die Masseria

Amaranta empfängt seine Gäste in einer Masseria aus den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts, deren verwitterter Stein die typische Seele des Salento erzählt. Draußen öffnet sich der Garten zwischen jahrhundertealten Pinien: Man sitzt unter den Zweigen, während die Zikaden den Rhythmus des Sommers begleiten und die Luft nach Harz und dem nahen Meer duftet.

Ob drinnen oder draußen – das Gefühl bleibt dasselbe: Gast an einem Ort zu sein, der dazu einlädt, innezuhalten und das Tempo zu verlangsamen.