Borgo Teresiano

Hier ist Triest europäisch geworden. Mitteleuropäisch, um genau zu sein. Es war eine wohlüberlegte städtebauliche Geste, ein Bebauungsplan vor seiner Zeit. Das Borgo Teresiano entstand im 18. Jahrhundert auf Wunsch von Maria Theresia von Österreich. Orthogonale Straßen. Zentraler Kanal. Elegante Gebäude. Der Canal Grande reflektiert Fassaden und Himmel. Kirchen verschiedener Konfessionen koexistieren wenige Meter voneinander entfernt. Verschiedene Sprachen verflechten sich noch heute. Hier schlendern ohne genaues Ziel. Man betritt historische Läden. Man beobachtet architektonische Details, die von Handel und Offenheit sprechen. Es ist das Viertel, das die mitteleuropäische Seele der Stadt am besten erzählt. Diese angeborene Tendenz zu vereinen. Die Karten neu zu mischen, wie es die Bora tut, um dann zu einem ewigen Gleichgewicht zurückzukehren. Stabilisiert, mehr als stabil. Denn der Drang zur Bewegung war schon immer die andere Seite dieser respektablen Stadt.




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