Arco di Riccardo

Es ist unerwartet. Plötzlich erscheint es, zwischen den Häusern. Der Arco di Riccardo ist eine römische Spur, eingebettet in das mittelalterliche Gewebe. Nicht monumental. Nicht isoliert. Integriert. Man geht fast zerstreut darunter durch, dann bleibt man stehen. Der Stein erzählt von einer fernen Zeit, als Triest eine römische Kolonie war, die auf das Meer blickte. Rundherum sind die Straßen eng. Die Häuser dicht beieinander. Die moderne Stadt fließt wenige Meter entfernt, aber hier bleibt ein Fragment stiller Antike. Triest ist aus Überlagerungen gemacht. Alles fließt, würde Heraklit sagen. Aber nichts wird ausgelöscht.

